| von Hilmar Dunker

Selbstfahrende Autos schaffen laut einer Studie des US-Forschungsinstituts Rand einen Mehrwert für die Gesellschaft. Die Technologie bedeutet aber auch eine Reihe großer Veränderungen im gesetzlichen Bereich. Für die Studie wurden die aktuelle Literatur ausgewertet und 30 Interessengruppen, wie globale Automobilhersteller, Technologiefirmen und Behörden befragt.

Im Ergebnis übertreffen die Vorzüge, die autonom betriebene Fahrzeuge mit sich bringen, die möglichen Nachteile bei weitem. Die Technologie scheint ausgereift.  Zuerst machte Google weltweite Schlagzeilen, als seine selbstfahrende Autoflotte vom Bundesstaat Nevada im Jahr 2012 die Zulassungsgenehmigung für die Benutzung auf öffentlichen Straßen erhielt. Bis März 2013 hatten die Autos der Flotte aber 500 000 Meilen zurückgelegt, ohne einen einzigen Unfall zu verursachen.

Laut Google können mit den Autos 90 Prozent aller Verkehrsunfälle verhindert werden. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsunfälle allein in den USA wird von der American Automobile Association mit 450 Milliarden. Dollar  beziffert.

Die autonomen Autos fahren auch schneller und effizienter in der Kolonne. Kraftstoffverbrauch und Stehzeiten ließen sich so einsparen. 101 Milliarden. Dollar werden jährlich aufgrund von Wartezeiten im Verkehr vergeudet. Auch das Parkplatzsuchen könnte zum Fremdwort werden. Die autonomen Autos würden dann ihre Passagiere abladen und selbstständig mithilfe von Navigationssystemen auf Parkplatzsuche gehen.

Die negativen Seiten sind laut der US-amerikanischen Untersuchung, dass die Technologie zu höherer Mobilität verleitet und damit ein noch dichteres Verkehrsaufkommen verursachen könnte. Ein kleiner Fehler in der standardisierten Software könnte zudem zu vielen Unfällen führen. Und nicht zuletzt könnten internetbezogene Systeme von Cyberkriminellen möglicherweise gehackt werden.

Die gesetzliche Umsetzung von selbstfahrenden Autos im Straßenverkehr scheint eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für den Gesetzgeber zu sein. So gehen die  traßenverkehrsgesetze, die Zulassungsordnung und die rechtlichen Grundlagen zur Unfallhaftung immer von einem Fahrer aus, der am Steuer sitzt und die Verantwortung trägt. Bei selbstfahrenden Autos wäre der Mensch nur noch Beifahrer.

Für die politisch Verantwortlichen empfiehlt die Studie das Anpassen von Straßenverkehrsgesetzen an die Technologie von autonomen Fahrzeugen sowie die Klarstellung, wer der Eigentümer der Daten ist, die erhoben und ausgewertet werden können. So sollte die Privatsphäre der Nutzer am Ende erhalten bleiben. Außerdem sollten Haftungsregeln entwickelt werden, indem man die Leistung von autonomen Autos mit denen von durchschnittlichen menschlichen Autofahrern vergleicht.

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