Zwei Millionen Ladestationen bis 2017

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Noch ein seltenes Bild: E-Mini an einer Ladestation in Berlin.

Im Jahr 2017 soll es statt heute weniger als 10 000 schon knapp zwei Millionen öffentliche Ladestationen für Elektroautos in Europa geben, prognostiziert eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan.

Davon werden nach der Studie drei Prozent mit schnellen und induktiven DC/DC-Ladekonzepten ausgestattet sein. „Die europäischen Regierungen sollen in den nächsten sieben Jahren etwa 700 Millionen Euro für Ladestationen im Budget vorsehen“, erklärt Sanketh Gudur, Research Analyst bei Frost & Sullivan.

Die für die nächsten sieben Jahre geplanten Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Europa belaufen sich auf etwa fünf Milliarden Euro. Das Verhältnis der Anzahl von Elektroautos zu den Ladestationen beträgt in Europa derzeit 2,5 und soll bis 2017 auf 1,8 absinken.

„Kommunalverwaltungen stellen Kunden für den Kauf von Elektrofahrzeugen eine Reihe von Anreizen zur Verfügung“, berichtet Gudur. „Es kann sich hierbei um Kaufpreisrabatte handeln, Steuerbegünstigungen bzw. Steueraussetzung oder andere Vorteile wie die Ausnahme von der City-Maut, Gratisparken und die Nutzung von speziellen Fahrspuren und ähnliches.”

Es gibt zahlreiche andere Initiativen, die französische Regierung hat zum Beispiel 400 Millionen Euro für Infrastruktur bereitgestellt. Andere Ansätze sind Partnerschaftsprojekte, wie das der portugiesischen Regierung mit Renault-Nissan. Eine weitere Methode zur Förderung der Einführung von Elektrofahrzeugen sind öffentliche Zuschüsse  für private Projekte zum Bau der Infrastruktur.

„Der Bau und die Installation einer einzelnen Ladestation kann bis zu 6 000 Euro kosten. Dies bedeutet, das beträchtliche Investitionen erforderlich sind, um eine ganze Stadt mit Ladestationen auszustatten”, so Gudur weiter. „Bei einer Ladezeit von sechs bis acht Stunden wären außerdem zusätzliche Ladestationen notwendig, um eine kontinuierliche Verfügbarkeit gewährleisten zu können.“

Langsames Laden ist die zurzeit am meisten verbreitete Ladeoption. Allerdings werden bei dieser Methode sechs bis acht Stunden für ein vollständiges Aufladen des Fahrzeugs (80 Prozent) benötigt. Eine Schnellladung der Akkus kann bei der Lösung dieses Problems helfen. Diese Methode ist jedoch zurzeit relativ teuer und nicht weitgehend verfügbar.

„Die Einführung von Ladekonzepten wie DC/DC-Schnellladung ist jedoch entscheidend, um eine drastische Verringerung der Ladezeit herbeizuführen“ bemerkt Gudur abschließend. „Eine DC/DC-Ladestation könnte außerdem unter Umständen ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen selbst herstellen und so einen zusätzlichen Vorteil bieten.“

 


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