Weniger Staus durch vernetzten Verkehr

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Car-Sharing soll städtische Mobilität besser und billiger machen. Neben OEMs und Mietwagenfirmen mischt auch die Bahn auf diesem neuen Markt mit.

Eine stärkere Vernetzung von öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln halten 70 Prozent der Autofahrer für die beste Lösung im Kampf gegen Staus und Verspätungen. Das ist ein wesentliches Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von 2hm & Associates und Research Now.

Weniger hilfreich zur Verbesserung der Mobilität erscheinen alternativ angetriebene Fahrzeuge, auf ein eigenes Auto verzichten würde nur jeder zehnte Fahrer.

Bei der Frage nach dem besten Mobilitätskonzept gaben fast 70 Prozent der Autofahrer der besseren infrastrukturellen Vernet-zung bestehender Verkehrsmitteln den Vorzug. Mit knapp 60 Prozent folgen jeweils der Einsatz elektrisch angetriebener Busse im Nahverkehr sowie die zunehmende Verbreitung elektrisch angetriebener Pkw.

Der Vorschlag zu Mobilitätsflatrates zur unkomplizierten Nutzung verschiedener Verkehrsmittel findet mit 55 Prozent eine hohe Zustimmung, ebenso die vermehrte Nutzung der Bahn für den Fernverkehr. In Ballungszentren wie in Berlin wird vermehrt über in Angebot an verkehrsmittelübergreifende Pauschalangebote nachgedacht.

Beispielsweise könnte damit zu monatlichen Kosten von 100 EURO über eine unbegrenzte Nutzung des ÖPNV, über ein jährliches Budget von 80 EURO zur Nutzung von Leihfahrrädern sowie über ein jährliches Budget von 500 EURO für die Nutzung von CarSharing und Taxifahrten verfügt werden. Dafür könnte sich mehr als ein Fünftel der Autofahrer -vor allem der jüngeren Generation – Angebot erwärmen.

Emissionsfreie Verkehrsmittel und ein verbessertes Mobilitätsangebot sind nicht zum Nulltarif zu haben. Besteht daher eine Bereitschaft der Autofahrer selbst, einen Beitrag zu leisten? Nach der repräsentativen  Befragung würden 8 Prozent der Autofahrer gänzlich auf die Nutzung eines Auto verzichten und 11 Prozent würden stattdessen bei Bedarf einen Mietwagenoder CarSharing nutzen.

Rund ein Fünftel der befragten Teilnehmer ist bereit, vermehrt Fahrgemeinschaften zu bilden und ein Drittel bei Fahrten bis 25 Kilometer auf das Auto zu verzichten und stattdessen auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Nicht bereit ihr Verhalten zu ändern sind 17 Prozent der Autofahrer, jedoch würden sie einen monatlichen Mehrpreis von 10 Prozent für ihre Mobilität dafür akzeptieren, wenn dieser Aufwand umweltfreundlichen Projekten zu Gute käme.

Wenn es um alternative Fortbewegungsmittel bzw. neue Mobilitätskonzepte geht, dann liegt für 56 Prozent der Autofahrer das Hybrid-Auto ganz vorn. Ein vollelektrisches Auto würde für 46 Prozent der Befragten einen Zusatzbeitrag zur besseren Mobilität und für 11 Prozent käme die Nutzung von CarSharing in Frage.

Knapp 40 Prozent der Autofahrer würde bei einem Erwerb eines elektrisch angetriebenen Fahrzeuges den Kauf bevorzugen. Das Interesse für eine Finanzierung oder eines Leasingvertrages ist mit knapp einem Viertel weniger stark ausgeprägt. Allerdings zeigt sich, dass der Anteil bei den gut informierten Autofahrern auf 42 Prozent ansteigt, zumal die meisten Au-tomobilhersteller ihr Angebot ausschließlich auf Leasing ausgerichtet ha-ben.


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