Der Trend zu alternativen Antrieben gefährdet keine Arbeitsplätze in der Automobilindustrie, sondern bietet eher neue Chancen zur Beschäftigung. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Daimler AG, der Hans-Böckler-Stiftung und der IG Metall initiierte Studie „ELAB – Elektromobilität und Beschäftigung“.
Die vom Fraunhofer IAO, dem IMU Institut und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführte Studie untersuchte anhand von vier verschiedenen Zukunfsszenarien die Auswirkungen der Elektrifizierung von Antrieben auf die gesamte Wertschöpfungskette der Automobilindustrie. Die Untersuchung kommt hierbei zu dem Ergebnis, das bis zum Jahr 2030 zwar mit einer zunehmenden Verbreitung alternativer Antriebe zu rechnen ist, diese allerdings mit einem bedeutenden Anteil an Verbrennungsmotoren koexistieren werden.
Für die Automobilproduktion, so die Autoren der Studie, werden sich neue Produktionsverfahren etablieren müssen, sowie neue Qualifizierungen und Aus- bzw. Weiterbildungsangebote notwendig werden. Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer IAO fasst die Ergebnisse der Studie folgendermaßen zusammen: „Arbeitsplätze hinsichtlich der Elektrifizierung des Antriebsstrangs entstehen nicht nur in der Forschung und Entwicklung, sondern auch in der Produktion. Antriebsstrangproduzenten, die neben den konventionellen auch die nichtkonventionellen Antriebsstrangkomponenten wettbewerbsfähig produzieren können, werden in jedem der untersuchten Marktszenarien mit mindestens gleichbleibender Beschäftigung rechnen können.”
Die kompletten Ergebnisse der ELAB-Studie finden sich im PDF-Format hier.

