Um Human-Machine-Interfaces (HMI) geht es beim strategischen Einzelprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums ,,automotiveHMI – Modellgetriebene HMI-Entwicklung im Automobilbereich” .
Die deutsche Autohersteller- und Zulieferindustrie ist führend in der Welt und wesentliche Innovationen liegen im Bereich der sogenannten Hidden Technologies wie Fahrerassistenz-, Kommunikations- und Infotainmentsysteme sowie neue Antriebskonzepte. Zur Sicherstellung der Akzeptanz bedarf es Benutzungsschnittstellen (HMI), die den Anforderungen der Benutzer in Bezug auf die Bedienbarkeit gerecht werden.
Vor dem Hintergrund der immer kürzeren Innovationszyklen ist es erforderlich, dass die Entwicklungszeit für Benutzungsschnittstellen deutlich reduziert wird. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die effektivere Zusammenarbeit aller im HMI-Entwicklungsprozess beteiligten Partner.
Das Ziel des Projektes automotiveHMI ist es, den Prozess zur Entwicklung von Benutzungsschnittstellen im Automobilbereich zu verbessern. Durch den integrierten Ansatz, basierend auf standardisierten Sprachen, Modellen und Schnittstellen, soll eine Effizienzsteigerung für alle beteiligten Unternehmen, vom Automobilhersteller über den Zulieferer bis zum Hersteller der verwendeten Tools, erreicht werden.
Heutzutage ist der Datenaustausch in den Entwicklungsphasen nicht standardisiert oder formalisiert. Das zieht einen hohen Verarbeitungsaufwand mit sich, der sich negativ auf die Gesamtentwicklungszeit auswirkt. Die modellgetriebene Entwicklung bietet die Möglichkeit, diesen Datenaustausch zu optimieren und einheitliche Schnittstellen zwischen den Prozessteilnehmern herzustellen.
Das Projekt läuft bis Ende 2013, vom Gesamtvolumen (6,6 Millionen Euro) entfällt mehr als die Hälfte auf Fördermittel. Die Gesamtprojektleitung hat die Elektrobit Automotive GmbH, für die wissenschaftliche Koordination ist das (DFKI) zuständig.
Projektpartner sind AUDI, comlet Verteilte Systeme GmbH, Continental Automotive, Daimler, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI), Porsche, Elektrobit Automotive, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering MAN Nutzfahrzeuge, Robert Bosch Car Multimedia, Verband der Automobilindustrie (VDA) und Volkswagen.

