peiker-Module für eCall und GLONASS

Mit seinem UMTS-Modul sieht sich der Friedrichsdorfer Automobilzulieferer peiker acustic für die geplante Einführung des eCall gerüstet.

2015 will die EU-Kommission eine finale Empfehlung für die europaweite Einführung des automatischen Notrufs für Neuwagen ab 2015 abzugeben, Russland will das schon 2013 erreichen. Die Umsetzung obliegt jedoch den einzelnen Ländern, den Netzbetreibern und nicht zuletzt auch der Automobilindustrie selbst.

Zu dem in der EU geplanten System hat die eigens etablierte „eCall Driving Group“ zwei Empfehlungen abgegeben: Zum einen soll der Notruf unmittelbar mit dem Auslösen des Airbags aufgebaut und abgesetzt werden. Zum anderen gilt der Sprachkanal als die sicherste und zuverlässigste Variante der Datenübertragung an die Notrufleitstellen.

Peiker war maßgeblich an diesen technischen Empfehlungen beteiligt und ist derzeit der einzige europäische Anbieter eines auf dem  GSM-Standard basierten eCall-Systems. Mit seinem Network Access Device (NAD), einem leistungsstarken UMTS-Modul, hat das Unternehmen die technische Voraussetzung für einen schnellen sowie zuverlässigen Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Umgebung geschaffen.

Zusätzlich zur automatischen Auslösung eines Notrufs bei der zuständigen Notrufabfragestelle übermittelt das Gerät auch Informationen bezüglich des Standorts des Unfallfahrzeugs sowie technischen Fahrzeugdaten und Schäden. Dadurch wird es dem Rettungspersonal erleichtert, das Fahrzeug schnell zu finden und die notwendige Hilfe zu leisten.

Russland setzt primär auf das russische Pendant zu dem in Europa verwendeten GPS: GLONASS. peiker stellt für die Testphase eine erste Prototypenreihe zur Verfügung, welche die Positionsgenauigkeit sowie die Zuverlässigkeit der Datenübertragung ermitteln soll. Die zweite Stufe stellt die Software für zusätzliche Services auf den Prüfstand.

Mit dem Ziel, gemeinsam eine sowohl europaweit, als auch in Russland nutzbare Plattform zu entwickeln und diese für Automobilhersteller zu lizensieren, war die inRrussland zuständige Organisation NIS an das Unternehmen peiker herangetreten. Unterstützt wird das Friedrichsdorfer Unternehmen softwareseitig von seinem  amerikanischen Kooperationspartner Qualcomm, einem der weltweit größten Chiphersteller für Smartphones.


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