Jeder zweite Deutsche könnte mit dem Elektroauto fahren – 30 Prozent würden das sogar bevorzugen. Elektrofahrzeuge haben Marktpotenzial – spätestens, wenn der Preis sinkt. Das ergab die „Continental-Mobilitätsstudie“, die das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag von Continental erstellt hat.
Das Ergebnis: 99 Prozent der Deutschen kennen Elektrofahrzeuge. Und: In Deutschland fahren neun von zehn Pkw-Nutzern weniger als 100 Kilometer täglich. Mit aktuell oder in Kürze am Markt verfügbaren Elektroautos (bis zu 150 Kilometer Reichweite) könnten in Deutschland bereits 52 Prozent der Autofahrer ihren Alltag problemlos bewältigen, mit künftig noch leistungsfähigeren Energiespeichern (maximal 300 Kilometer) könnten sich sogar 97 Prozent der Autofahrer ihre Mobilitätswünsche problemlos erfüllen.
Schon heute würden, so die Studie, 30 Prozent der Deutschen lieber ein Elektrofahrzeug als ein Auto mit herkömmlichem Antrieb fahren. Dabei wären 71 Prozent bereit, für ein Auto mit alternativem Antrieb auf Höchstgeschwindigkeit zu verzichten, für 54 Prozent würde die Größe des Fahrzeugs in den Hintergrund treten, für 52 Prozent wäre dann auch die Beschleunigungsleistung nicht mehr so wichtig.
Auch das Aufladen der Batterie wäre für viele kein Problem. Denn 51 Prozent der Deutschen besitzen bereits einen festen Pkw-Stellplatz mit Steckdose (Skizze oben). Allerdings würden sich 80 Prozent der Befragten auch den Ausbau öffentlicher Ladestationen wünschen.
Wichtigste Voraussetzung für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs ist für 43 Prozent der Preis. Und das ist zurzeit noch ein Problem. Allerdings kam in der Studie auch heraus, dass mehr als jeder Zweite bereit ist, generell mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn diese umweltschonender sind.

