Schneller als bisher lassen sich Daten mit der neuen Mobilfunktechnik LTE ins Auto übertragen, doch für die BMW-Strategen von ConnectedDrive ist mehr noch die ,,Cloud-Fähigkeit” von Interesse.
Mit LTE (Long Term Evolution) können rechenintensive Funktionen auf Server irgendwo außerhalb des Autos verlagert und damit eine Voraussetzung für Cloud Computing geschaffen werden. Das schafft außerdem Platz im Auto, spart dort Gewicht und Energie. Aber LTE hat noch weitere Vorteile.
Denn es macht alle mobilen Dienstleistungen im Rahmen von ConnectedDrive schneller, leistungsfähiger und flächendeckender. Die bayrischen Entwickler erforschendeshalb weitere Usecases. So könnte beispielsweise die Verkehrsschild-Ererkennung zukünftig über eine Software auf Servern im Backend abgewickelt werden. So kann die Frontkamera im Fahrzeug die Schilder erfassen und über LTE an das Backend streamen.
Dort werden auch bislang unbekannte Schilder von einem Algorithmus erkannt und die Informationen zurückgesendet. So bleibt dieses Fahrerassistenzsystem in Zukunft auch über den Fahrzeuglebenszyklus einfach aktuell und kann neue Schildertypen „erlernen“. Livetests macht BMW derzeit mit einem Forschungsprototyp und LTE von Telefónica Germany.
Bedingung für den realen Einsatz ist die Verbreitung von LTE. Und das gibt es in 29 Netzen in 20 Ländern schon heute. Die ersten LTE-Smartphones sind auf dem Markt, und 2013 sollt LTE sowohl in Deutschland wie auch den USA allgemein verfügbar sein.

