Innovationspreis für automotiveHMI

Das Projekt ,,automotiveHMI – Modellgetriebene HMI-Entwicklungen im Automobilbereich” ist zum Innovationssieger 2011/12 des Network of Excellence (NoAE) im Bereich ,,Communication & Mobility” gewählt worden.

Ziel des 7,4 Millionen Euro umfassenden Projekts ist die maschinenlesbare Spezifikation von Benutzungsschnittstellen für Infotainment-Funktionen wie Navigation, Medienwiedergabe, Telefon im Fahrzeug. Betreut wird es von dem Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Ausgelöst durch die immer schneller werdenden Innovationszyklen im Bereich der Consumer Electronics ( vor allem Smartphones und Tablet-PC) steht die deutsche Automobilindustrie vor der Herausforderung, an die aktuellen Trends angepasste Benutzungsschnittstellen in ihre Fahrzeuge zu integrieren, berichtet der Projektträger.

Kunden erwarteten Innovationssprünge im Auto, wie sie es von Mobilgeräten gewohnt sein. Dies sei aktuell nur sehr schwer umzusetzen, da die Benutzungsschnittstellen im Fahrzeug höheren Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Ablenkung gerecht werden müssten.

Deshalb  müssten die aktuellen Entwicklungszyklen drastisch verkürzt werden. Während aktuelle Entwicklungszyklen – bestehend aus Spezifikation, Implementation und Tests – circa drei bis fünf Jahre umfassen, sollen diese in Zukunft durch Verkürzungen bei der Implementation und den Tests erheblich wettbewerbsfähiger werden.

Als ein Ansatzpunkt für eine solche Optimierung wird im Projekt automotiveHMI die Verbesserung der Kommunikation zwischen den verschiedenen an der Entwicklung Beteiligten (Spezifikateuren, Entwicklern, Systemintegratoren, Testern) gesehen. Diese findet aktuell mithilfe von rund 2 000 Seiten umfassenden Papierdokumenten statt und muss von den beteiligten Personen gelesen und geprüft werden.

Zeit und Aufwand zur Erarbeitung der Spezifikation reduzieren kann ein  maschinenlesbares Austauschformat.. Das Projekt ,automotiveHMI  entwickelt  dieses modellbasierte  Austauschformat, das eine einheitliche Spezifikation von prozessübergreifenden HMI-Entwicklungsdaten ermöglicht.

An dem Projekt beteiligen sich OEMs wie Audi, Daimler, MAN, Porsche und Volkswagen sowie Bosch, Continental,  Harman Becker,  Fraunhofer IESE und Comlet Verteilte Systeme.

NoAE ist eine freie, offene Initiative für die Automobil- und Zulieferindustrie zur Verstärkung der  Zusammenarbeit.

 


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