
Wenig auffällig sind Googles Testfahrzeuge, doch sie haben es ,,faustdick unter dem Blech". In Nevada dürfen sie als Wegbereiter einer Generation fahrerloser Autos jetzt am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.
,,Roboterautos“ dürfen künftig in Nevada im öffentlichen Straßenverkehr fahren. Google erhielt jetzt vom US-Bundesstaat die entsprechende Lizenz, um autonomes Autofahren zu testen.
Die gesetzliche Grundlage hatte Nevada schon vor einigen Monaten geschaffen und Auflagen für das ,,Autofahren ohne Fahrer“ gemacht. So muss eine Kaution  von einer  bis drei Millionen US-Dollar, je nach Anzahl der eingesetzten Autos, hinterlegt werden. Vorgeschrieben ist auch  der Ensatz von zwei Testfahrern im Auto, die aber nicht aktiv werden müssen.
Dir Roboterautos kombinieren künstliche Intelligenz-Software, ein globales Navigationssystem zur Positions- und Zeitbestimmung und Sensoren, um gefahrlose Wege durch den Verkehr zu suchen.
Vor allem die auffällig roten Nummernschilder unterscheiden sie  von anderen Fahrzeugen. Google setzt insgesamt acht  Testfahrzeuge ein, vorwiegend Toyotas, aber auch je einen Audi TT und  Lexus. Unklar ist noch, wer bei einem Systemfehler mit nachfolgendem Unfall haftet: der Fahrer, Google als Betreiber, der Programmierer und/oder der Hardware-Hersteller ?
Nach wie vor strittig  ist auch, welche Ziele der Internet-Gigant Google auf dem ungewohnten Terrain verfolgt. Er wird sich wohl kaum unter die Autohersteller einreihen. Schon eher ist denkbar, dass Google eine Technologie entwickeln und an die Automobilindustrie verkaufen will. Vor allem aber könnten die Manager der Suchmaschine das Google-Portfolio um ein Dienstleistungspaket zum Roboterauto erweitern.

