eMobility: Ladesysteme sind sicher

Ladesysteme für die Elektromobilität sind technisch reif für den Alltagseinsatz – da sind sich TÜV SÜD und E.ON einig.

Sicheres und bequemes Aufladen von Elektrofahrzeugen sei heute schon möglich, kabelgebundene Ladesysteme sofort einsetzbar, Induktives Laden eine gute Alternative. Das sind die Ergebnisse von TÜV SÜD mit dem Energiekonzern E.ON, bei der über mehrere Monate hinweg kabelgebundene und induktive Ladesysteme hinsichtlich Sicherheit, Funktionalität und Alltagstauglichkeit untersucht wurden.

Entwarnung gibt TÜV SÜD auch mit Blick auf mögliche gesundheitsschädliche Folgen durch die elektromagnetische Strahlung – oder auf mögliche Störungen von elektronischen Fahrerassistenz-, Navigationssystemen oder Handys. So zeigten ausführliche Untersuchungen bezüglich der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) weder Risiken für die Gesundheit noch für die Technik auf.

Aktuell spielt kabelgebundenes Laden die zentrale Rolle. TÜV SÜD attestiert dieser Technologie hohe Sicherheit – vorausgesetzt die Systeme sind zertifiziert, einwandfrei gewartet und werden richtig gehandhabt.

Die heimische Steckdose hingegen ist nur bedingt für das Aufladen eines E-Fahrzeugs geeignet – vor allem vor dem Hintergrund von schätzungsweise 11 Millionen Haushalten mit einem Netz aus den Jahren vor 1960 und Absicherungen von unter 12 Ampere.

Insgesamt sind nach Aussagen der Experten nur die wenigsten haushaltüblichen Steckdosen technisch dafür ausgelegt, ein Elektroauto aufzuladen – wegen der großen Strommengen, die über einen langen Zeitraum fließen. ,,Bei einem üblichen Ladevorgang eines Elektroautos fließen 13 Ampere über zehn Stunden. Dabei kann es zu Überhitzung gerade bei älteren Installationen kommen”, erläutert Volker Blandow, Head of E-Mobility bei TÜV SÜD.

Letztendlich wird es nach Ansicht der Experten beim Ausbau eines Ladenetzes nicht nur eine Ladetechnologie, sondern ein Mix aus verschiedenen Lösungen zum Einsatz kommen. Dazu gehören die vorhandenen kabelgebundenen Wechselstrom-Ladesysteme.

Sie werden ergänzt durch gleichstrombasierte Schnellladestationen und zukünftig auch durch induktive Optionen, die gerade im Flächenausbau Vorteile bieten: Sie können beispielsweise auf Parkflächen unsichtbar unter dem Asphalt verlegt werden, Ladesäulen fallen weg – das Straßenbild wird nicht verändert.


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