Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Automotive Institute for Management (AIM) zeigen, dass sich die Mehrheit der Befragten vorstellen kann, Carsharing zu nutzen; für rund ein Drittel könnte sich Carsharing langfristig zu einer Alternative zum Autokauf entwickeln.
DB Carsharing und car2go sind die bekanntesten Carsharing-Marken. Als passendste Automarke für Carsharing wird smart angesehen. Das aktuelle Carsharing-Barometer von AIM zeigt, dass sich Carsharing auch bei leidenschaftlichen Autofahrern auf dem Vormarsch befindet. So kennt mehr als jeder Zweite Carsharing. Im Rahmen der Studie wurden rund 400 Autofahrer zu ihrer Wahrnehmung von und ihren Einstellungen gegenüber Carsharing befragt.
„Der Markt für Carsharing befindet sich derzeit massiv im Wandel“, so Professor Franz-Rudolf Esch, akademischer Direktor des AIM. Gerade die Markteintritte der großen Automobilhersteller wie Daimler mit car2go, BMW mit DriveNow und VW mit Quicar führten zu einem deutlichen Ausbau des Angebots in deutschen Großstädten und Metropolregionen sowie weltweit.
„Für ein nachhaltig erfolgreiches Wachstum ist es jedoch entscheidend, dass neue Nutzerschichten erschlossen werden, daher wurden in unserer Studie gezielt die Sichtweisen leidenschaftlicher Autofahrer berücksichtigt“, sagt Esch. So wurden für die Studie Besucher der IAA 2011 in Frankfurt am Main befragt. Die große Gruppe derer, die Carsharing kennen, verdeutlicht das ausgeprägte Bewusstsein für diese Mobilitätsdienstleistung.
Während der Anteil der Carsharing-Nutzer in dieser Gruppe noch sehr gering ausfällt, können sich zwei Drittel vorstellen, Carsharing in Zukunft auch zu nutzen. Und rund ein Drittel ist der Ansicht, dass sich Carsharing für sie langfristig zu einer Alternative zum Autokauf entwickeln könnte. „Hier zeigt sich bereits ein deutliches Kundenpotenzial“, so Professor Tobias Schäfers, Leiter der AIM-Studie.
Wichtigste Kriterien für eine Nutzung wären jedoch, dass ausreichend Fahrzeuge verfügbar wären und diese auch spontan und überall genutzt werden könnten. „Gerade der Aspekt der spontanen Nutzbarkeit, den neue Anbieter wie car2go und DriveNow ihren Kunden bieten, wird als wichtig angesehen“, so Schäfers. Insgesamt wird Carsharing als interessant, modern, hilfreich und zeitgemäß wahrgenommen, aber teilweise auch als uncool. „Eine Herausforderung besteht darin“, meint Professor Esch, „Carsharing als eine coole, urbane Lifestyle-Dienstleistung zu positionieren, die neue Technologien nutzt und emotional kommuniziert wird als ‚Carsharing 2.0’.“
Bei den existierenden Carsharing-Marken verfügen DB Carsharing und car2go mit deutlichem Abstand über die größte Bekanntheit. „Die Tatsache, dass car2go als relativ junge Marke mit derzeit eingeschränktem regionalen Fokus fast so bekannt ist wie die bundesweit präsente DB Carsharing zeigt, dass dieses innovative Konzept für Aufmerksamkeit sorgt,“ erläutert Schäfers. Soie gut passen Marken zum Carsharing:. Den Marken-Fit-Index führt die Marke smart ganz klar an, gefolgt von VW und MINI. Der geringste Marken-Fit für Carsharing wird den Premium-Marken bescheinigt.

