Avionik-Technologie passt ins vernetzte Auto

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Eine Plattform für Android und AUTOSAR: Software aus der Avionik zeigt, wie immer mehr Systeme platzsparend auch in Autos eingesetzt werden können.

Sicherheitsstandards der Avionik sind grundsätzlich mit den entsprechenden Standards in der Automobilindustrie vergleichbar.  Damit ist für die  Luftfahrt zertifizierte Software  für die Autoindustrie übertragbar, so ein Ergebnis des jetzt abgeschlossenen Forschungsprojektes VirtuOS  von Fraunhofer FIRST, TU Berlin  und OpenSynergy.

Bei der Software-Entwicklung für die Autoindustrie könnten damit erhebliche Kosten eingespart werden. So werden in der  Avionik (Luftfahrt-Elektronik) unter anderem durch Verwendung von Mikrokernel  immer mehr Software-Systeme mit  immer weniger Steuergeräten genutzt. Diese Technologie hat OpenSynergy in  seine  offene  Plattform Coqos integriert. Damit können auf der Plattform ohne Sicherheitsprobleme  Automotive-Systeme und Infotainment-Software gleichzeitig laufen.

Auf Coqos kann Linux- oder Android-basierte Unterhaltungselektronik sicher und nahtlos in eine AUTOSAR-kompatible Automotive-Umgebung integriert werden. Die  Virtualisierungstechnologie  nach dem Vorbild in der Avionik macht  es  möglich, mehrere Funktionen mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen auf einem Steuergerät zusammenzuführen und somit das Gewicht und die Kosten des Fahrzeugs zu senken.

Im Projekt VIRTUOS (Virtuelle Architekturen für sichere Automotive-Softwaresysteme ) wurden verschiedene Prozesse, Werkzeuge und Methoden für nachweisbar sichere  embedded Automotive-Software untersucht und entwickelt:  Das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur (FIRST)  erarbeitete ein Scheduling-Konzept zur sicheren Software-Partitionierung als Grundlage für Tools, mit denen sichere Automotive-Software hergestellt wird.

Das Fachgebiet Softwaretechnik SWT am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik an der TU-Berlin entwickelte ein Verifikationskonzept zur Fehlerfindung bei der Anwendung externer Softwarebibliotheken.  Das Forschungsprojekt wurde  aus Mitteln des Zukunftsfonds des Landes  Berlin gefördert und kofinanziert von der Europäischen Union.


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