Neue Entwicklungen im mobilen Infotaiment stellt Delphi auf der Internationalen Automobil-Ausstellung vom 15. bis 25. September 2011 in Frankfurt vor.
Zur Zeit entwickelt Delphi Fuba derzeit ein MIMO-System, um damit die digitalen Daten von mehreren Diensten und Services zu verknüpfen, konzentriert über die Antenne zu übertragen und dann auf der Empfängerseite wieder den einzelnen Diensten und Services zuzuführen.
So benötigen die Entwickler weniger Antennen und Bauteile, können Kabelquerschnitte und Montagekosten reduzieren und belegen weniger Übertragungsfrequenzen. Mit einer Serieneinführung der Technik ist 2013 zu rechnen, da noch die passende Netzinfrastruktur aufgebaut werden muss.
Auf Hardwareebene engagiert sich Delphi unter anderem im Genivi-Konsortium, das eine zukunftsfähige Open-Source-Plattform für Infotainment-Systeme definiert. Die Standardisierung von Funktionalitäten soll kürzere Entwicklungszeiten ermöglichen, der Open Source-Ansatz soll die externe Entwicklung von Apps erleichtern und so Kosten senken. Die ersten Geräte mit Genivi-Standardplattform sollten etwa 2015 bis 2018 auf den Markt kommen.
Bisher konnte sich der Autofahrer fahrzeugrelevante Daten nur im Fahrzeug anzeigen lassen. Künftig wird das auch außerhalb – zum Beispiel am Arbeitsplatz, im Cafe – möglich sein. Denn „intelligente“ Schlüssel können vielfältige Fahrzeugdaten mit sich tragen. Herzstück ist eine Bluetooth- oder NFC-Schnittstelle, über die beispielsweise beim Abschließen des Fahrzeugs Daten auf den Schlüssel übertragen werden.
Delphi zeigt mit einem Forschungsfahrzeug, wie man Anzeigeelemente im Kernsichtfeld des Fahrers funktional anordnen kann. Erste marktfähige Lösungen dieser Studie dürften 2013 serienreif sein. Neben den klassischen Orten für Displays hinter dem Lenkradkranz und in der Mittelkonsole wird auch die Windschutzscheibe – per Head-up System – an Bedeutung gewinnen.
Erheblich zum Wohlbefinden tragen auch Anzeigen bei, bei denen die Farben oder die Grafik den persönlichen Wünschen angepasst werden können. Langfristig werden auch die Automobilhersteller individuell konfigurierbare Fahrzeugdisplays anbieten.

