Autofahrer fühlen ,,Antwort” am Display

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Eine haptische Rückmeldung des Touch-Elementes quittiert den Tastendruck des Fahrers.

Zahlreiche  neue Funktionen im Auto dürfen den Fahrer nicht verwirren: Mit der  Integration haptischer Rückmeldungen in berührungsempfindliche Oberflächen  will Continental intuitive, sichere und einfache Bedienmöglichkeiten für den Fahrer gewährleisten.

So spürt der Fahrer beim Bedienen direkt, ob ein sogenanntes „Touch-Element“ von ihm auch tatsächlich aktiviert wurde.  Erste Serienaufträge unterstreichen die Zukunftsträchtigkeit dieser Technologie. Auf der Consumer Electronics Show 2012  in Las Vegas zeigt Continental Anwendungsfälle für Touch-Elemente, die dem Anwender direkte Rückmeldung geben.

Produkte wie Sekundär-Displays oder großflächige Displays in der Mittelkonsole und Touchpads eignen sich ideal, um den Fahrer über angepasste und kontextbezogene Informationsdarstellungen eine Interaktion zu erleichtern. Continental geht davon aus, dass bereits im Jahr 2014 jeder sechste neu zugelassene Pkw in West-Europa, USA und Japan mit Touchscreens ausgestattet wird.

„Das Bedienkonzept der berührungsempfindlichen Oberflächen aus der Unterhaltungselektronik kann jedoch nicht eins zu eins ins Auto übertragen werden“ erklärt Guido Meier-Arendt, HMI-Experte bei Continental. „Wo bei klassischen Bedienelementen wie Drehregler oder Schaltern und Knöpfen Auge, Ohr und vor allen Dingen die bedienende Hand eine direkte Rückmeldung bekam, waren berührungsempfindliche Anzeigen im Auto bislang auf diesem wichtigen Rückkanal stumm geblieben.“

Damit die Bedienung von Touchelementen zukünftig also noch sicherer und effektiver für den Fahrer wird – dessen primäre Aufgabe ja darin besteht, den Straßenverkehr im Blick zu behalten – setzt Continental auf eine fühlbare (also haptische) Rückmeldung berührungsempfindlicher Oberflächen. Zum Beispiel signalisiert ein leichter Gegendruck des Displays am Finger die erfolgreiche Durchführung eines Bedienschrittes, ganz ohne weiteren Blickkontakt des Fahrers zum Bildschirm.

Für die haptische Rückmeldung ermittelt Continental die exakte Fingerposition während der Bedienung. Touch-Sensoren auf rein elektrisch (kapazitiv), elektromechanisch (resistiv) oder optisch messender (über einen Infrarot-Sensor) Basis übernehmen diese Aufgabe. Sie lokalisieren die Fingerposition zuverlässig auf weniger als einen Millimeter genau.

Mit der Positionserkennung fällt die Entscheidung,  in welcher Form eine haptische Rückmeldung erfolgen soll. Ob tatsächlich ein Touch-Element ausgelöst wird, ist darüber hinaus von der Betätigungskraft abhängig, die über weitere Sensoren oder durch Signalverarbeitungsschritte auf Basis bestehender Daten ermittelt werden.  Die Rückmeldung kann in Form eines leichten Gegendrucks bis hin zu einer Vibration erfolgen. So können unterschiedliche und auf die Herstellerbedürfnisse abgestimmte Rückmeldestrategien realisiert werden.

Versuchsreihen haben dabei gezeigt: Haptische Rückmeldungen werden deutlich besser vom Fahrer angenommen als visuelle oder akustische Signale. Dieses Prinzip macht sich Continental auch bei seinem Accelerator Force Feedback Pedal (AFFP) zu Nutze. Das weltweit erste aktive Gaspedal im Serieneinsatz bietet dank haptischer Rückmeldungen eine neue Möglichkeit, dem Autofahrer direkt am Fuß zum Beispiel Warnungen über drohende Gefahren zu signalisieren.

Continental hat die grundlegende Vorentwicklung abgeschlossen und ist jetzt in der Lage, an spezifischen Umsetzungen für neue Fahrzeugmodelle gemeinsam mit den Automobilherstellern zu arbeiten. „Die Kombination von berührungsempfindlichen Oberflächen mit einer haptischen Rückmeldung ist sozusagen eine fühlbare Innovation, um den Fahrer noch besser in seiner Fahraufgabe zu unterstützen“ erklärt Eelco Spoelder, Leiter des Geschäftsbereichs Instrumentation & Driver HMI.

 


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